Kurz & bündig
- Hebel-ETFs, auch Leveraged-ETFs genannt, richten sich primär an renditeorientierte und nervenstarke Anleger:innen, die mittel- bis langfristig von steigenden Aktienkursen ausgehen.
- Auf täglicher Basis werden bei einem Hebel-ETF Kursgewinne und -verluste mit einem bestimmten Faktor (z.B. 2x) multipliziert.
- Dies führt dazu, dass Hebel-ETFs massiv stärker schwanken als klassische ETFs.
- Das heisst, steigt beispielsweise der SMI oder MSCI World an einem Tag um 2%, so verdoppelt sich bei einem entsprechenden Hebel-ETF (2x) die Kurssteigerung auf 4%. Kursverluste werden ebenso multipliziert.
- Zum Worst Case Szenario bzw. Totalverlust käme es bei einem solchen ETF dann, wenn eine Tageskorrektur von -50% und mehr eintreten würde, was nicht ausgeschlossen werden kann, wir aber als äusserst unwahrscheinlich erachten.
- Das Angebot an Hebel-ETFs an europäischen Börsen ist immer noch überschaubar. Die Preise (TER) belaufen sich aktuell auf eine TER von durchschnittlich rund 0,35%, was uns positiv überrascht hat.
- Bevor du in einen Hebel-ETF investierst, solltest du dir insbesondere der Risiken bezüglich der Pfadabhängigkeit (Volatility Drag), der Renditereihenfolge und der Gegenpartei bewusst sein. Die heftigen Kursschwankungen können zudem dein Nervenkostüm arg strapazieren.